Die Frontbreite betrug ca. 2 Meter. Das Haus Windmühl wurde um 1600 erbaut. Mit einer Frontbreite von nur zwei Metern war es eines der kleineren Häuser der Judengasse. Für etwa zwei Jahrhunderte wurde es fast ausschließlich von einer Familie bewohnt, die den Hausnamen Windmühl als Familiennamen angenommen hatte. Die Windmühls waren Kleiderhändler und Gerümpler, also Altwarenhändler. Sie gehörten damit wahrscheinlich zur Mittelschicht in der Judengasse. Bei dem großen Brand in der Judengasse im Jahre 1711 wurde das Haus Windmühl zerstört und anschließend wiederaufgebaut. Nach der Emanzipation der Jüdinnen und Juden wurde es im Jahre 1843 von der Stadt übernommen und später abgebrochen.
1893 Neubau Börnestraße 25 (1935-1945 Großer Wollgraben 25) und Einhorngasse 2 (zuvor: Am Judenbrückchen). Das Grundstück des ehemaligen Vorderhauses wurde dabei teilweise zur Verbreiterung der Straße verwendet. Auf einem Teil des Hinterhauses 1902 Neubau Einhorngasse 4. 1944 zerstört, heute An der Staufenmauer 4 / Kurt-Schumacher-Straße 33-35 und westlich anschließender Parkplatz.