Haus Weißer Stern

Judengasse 171 / Bornheimer Straße 4 / Börnestraße 44 / Allerheiligenstraße 77

12 April 2023

Die Frontbreite ist unbekannt. Das Haus Weißer Stern wurde in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts vom Nachbarhaus Goldene Kanne abgespalten. Wie in den beiden nördlich gelegenen Nachbarhäusern dominierten auch hier die reichen und mächtigen Familien Kann und Stern. Sie waren eng miteinander verwandt und vor allem im Wechsel- und Geldgeschäft sehr erfolgreich. Bei den großen Bränden in der Judengasse in den Jahren 1711, 1721 und 1796 wurde das Haus Weißer Stern dreimal zerstört. Während es nach den beiden ersten Bränden wiederaufgebaut wurde, entschied man sich nach dem Brand von 1796 für eine großzügige Neugestaltung des gesamten nördlichen Gassenareals. Das Haus verschwand dabei endgültig aus dem Frankfurter Stadtbild.

Das Grundstück der Vorderhäuser Judengasse 169-173 wurde 1809 von Hayum Schuster erworben und in klassizistischem Stil neu bebaut (Haus Nr. B VII). 1847 in Bornheimer Straße 4, 1885 in Börnestraße 44 umbenannt; 1944 zerstört. Neubebauung auf verändertem Grundriss als Haus An der Staufenmauer 14.

Das Grundstück der Hinterhäuser wurde 1809 ebenfalls von Hayum Schuster erworben und in klassizistischem Stil neu bebaut (Haus Nr. B VIII); 1847 in Allerheiligenstraße 77 umbenannt; 1944 zerstört; heute Kurt-Schumacher-Straße 45.