Die Frontbreite ist unbekannt. Die Silberne Leuchte wurde 1552 auf einem Grundstück erbaut, das vom Haus Weiße Lilie abgetrennt worden war. Kurze Zeit später wurden auf diesem Gelände zwei weitere Häuser gebaut. Sie standen in enger Beziehung zum Haus Silberne Leuchte, weshalb sie fast gleichlautende Hausnamen, nämlich Silberner Leuchter und Goldener Leuchter erhielten. Auch die Bewohner*innen dieser drei Häuser kamen teilweise aus den gleichen Familien. Zu nennen ist vor allem die weitverzweigte Familie Gelhäuser, die in der Silbernen Leuchte und ihren Nachbarhäusern ansässig war. Die einzelnen Zweige dieser Familie haben im Laufe der Zeit verschiedene Namen angenommen, so den für die Geschichte der Frankfurter Jüdinnen und Juden sehr bedeutenden Namen Kulp. Der im Haus Silberne Leuchte ansässige Zweig der Familie nannte sich Schnapper.
Bei den großen Bränden in der Judengasse in den Jahren 1711, 1721 und 1796 wurde das Haus Silberne Leuchte dreimal zerstört. Während es nach den beiden ersten Bränden wiederaufgebaut wurde, entschied man sich nach dem Brand von 1796 für eine großzügige Neugestaltung des gesamten nördlichen Gassenareals. Das Haus verschwand dabei endgültig aus dem Frankfurter Stadtbild.
Das Grundstück der Vorderhäuser Judengasse 177-180 wurde 1809 von Mayer Beer Rindskopf erworben und in klassizistischem Stil neu bebaut (Haus Nr. B V). 1847 in Bornheimer Straße 8, 1885 in Börnestraße 48 umbenannt. 1944 zerstört. Neubebauung auf stark verändertem Grundriss als Haus An der Staufenmauer o. Nr. (zu Zeil 53).
Das Grundstück der Hinterhäuser Judengasse 177-180 wurde 1809 von Joseph Beer Rindskopf erworben und in klassizistischem Stil neu bebaut (Haus Nr. B XI); 1847 in Allerheiligenstraße 83 umbenannt; 1944 zerstört; heute Zeil 51 / Konstablerwache.