Die Frontbreite betrug ca. 2 Meter. Das Haus Schwarzer Rappe wurde ebenso wie sein Nachbarhaus Goldener Hut um 1596/97 auf einem Gelände gebaut, das zum angrenzenden Haus Wolf gehörte. In diesen Jahren hatte Ber aus dem Wolf die Erlaubnis erhalten, „auf seinem Hof hinter dem Wolf“ einen Neubau zu errichten. Dieser Neubau wurde danach mehrfach umgebaut und bestand zuletzt aus drei äußerst schmalen Häusern, die nebeneinanderstanden. Die Bewohner*innen des Hauses gehörten zu den ärmeren Schichten der Judengasse, sie waren u.a. Schächter (Schochet), Schulmeister, und Jobwächter (Nachtwächter). Einige arbeiteten im Taglohn oder waren so arm, dass sie von Almosen leben mussten. Im Jahre 1709 wohnten 22 Menschen in dem schmalen, nur zwei Meter breiten Haus. Zu dieser Zeit lebte im Schwarzen Rappen auch der Rabbinische Richter (Dajan) Mosche Dorheim, der das Buch Josif Ometz des Rabbiners Juspa Hahn herausgegeben hat. Bei dem großen Brand von 1711 wurde das Haus zerstört und später wiederaufgebaut. Im Jahr 1846 übernahm es die Stadt zum späteren Abbruch.
Nach Abbruch lange unbebaut, Nutzung als Wagenplatz. Das Grundstück des ehemaligen Vorderhauses wurde dabei teilweise zur Verbreiterung der Straße verwendet. Ab 1911 Markthalle Börnestraße 3-15 (1935-1938 Großer Wollgraben 3-15). 1938 abgebrochen. Teil des Vorderhauses heute Kurt-Schumacher-Straße 10, übriges Grundstück angrenzende Straßenfläche.