Die Frontbreite betrug ca. 3,40 Meter. Das Haus Schwarze Tür wurde 1608 als Hinterhaus zum Haus Rote Tür gebaut. In dem Haus wohnten zum Teil arme Leute. 1694 heißt es in den Visitationslisten von einer Familie, sie bestehe aus einem "armen Mann und dessen Weib". Unter "Hantierung" wird "Nichts" angegeben, das heißt, dass der Familienvater berufs- oder arbeitslos war. Das Paar hatte einen Sohn, von dem es in der Visitationsliste heißt, er ernähre die armen Eltern von dem, was ihm vom Warentragen verehrt werde. Das Haus Schwarze Tür beherbergte aber nicht nur arme Jüdinnen und Juden. Im 18. Jahrhundert wohnte hier auch die Familie Strauß, die in dem Haus seit 1760 eine Tuchhandlung betrieb.
Bei den großen Bränden in der Judengasse in den Jahren 1711, 1721 und 1796 wurde das Haus Schwarze Tür dreimal zerstört. Während es nach den beiden ersten Bränden wiederaufgebaut wurde, entschied man sich nach dem Brand von 1796 für eine großzügige Neugestaltung des gesamten nördlichen Gassenareals. Das Haus verschwand dabei endgültig aus dem Frankfurter Stadtbild.
Das Grundstück der Häuser Judengasse 5-11 wurde 1809 von Joseph Oppenheimer erworben und in klassizistischem Stil neu bebaut (Haus Nr. B XVI). Das Grundstück der ehemaligen Vorderhäuser wurde dabei teilweise zur Verbreiterung der Straße verwendet. 1847 in Bornheimer Straße 17, 1885 in Börnestraße 45 / Fahrgasse 144 umbenannt. 1944 zerstört. Neubebauung auf stark verändertem Grundriss als Haus Fahrgasse 94. Ursprünglicher Eingang im Haus Zeil 57.