Haus Roter Hut

Judengasse 89 / Börnestraße 1

12 April 2023

Die Frontbreite betrug ca. 3,3 Meter. Das Haus Roter Hut wurde im Laufe des 17. Jahrhunderts vom Nachbarhaus Schwarzes Schild abgespalten. Es war ebenso wie dieses eine Metzgerbehausung. Der Name wurde von einem gleichnamigen Haus an der Ostseite übernommen. Der Erstbewohner des Hauses war Wolf aus dem Schwarzen Schild. Gemäß seiner Zweckbestimmung haben im Hause über die Jahrhunderte zahlreiche Metzger gelebt. Es gab aber auch Hausbewohner*innen, die anderen Tätigkeiten nachgingen. Im Jahre 1694 handelte eine Familie mit Zinn und Knöpfen. Im 18. Jahrhundert lebte hier neben zwei Metzgern der Hekdeschmann, der Krankenverwalter Rafael Schwarzschild. Bei dem großen Brand von 1711 wurde das Haus zerstört und wenig später wiederaufgebaut. Im Jahre 1843 übernahm es die Stadt zum späteren Abbruch.

Nach Abbruch lange unbebaut, Nutzung als Wagenplatz. Das Grundstück des ehemaligen Vorderhauses wurde dabei teilweise zur Verbreiterung der Straße verwendet. 1893 Neubau Eckhaus Börnestraße 1 / Börneplatz 23 (1935-1939 Großer Wollgraben 1 / Dominikanerplatz 23). 1939 abgebrochen, heute Kurt-Schumacher-Straße 10 und angrenzende Straßenfläche.