Die Frontbreite betrug ca. 3,5 Meter. Das Haus Roter Apfel wurde 1523 für Abraham, den Schwiegersohn des Arztes Mosche an Stelle eines kleinen Stalles erbaut. Der Arzt Mosche wohnte selbst im gegenüberliegenden Haus zum Roten Löwen, zu dem das Gelände gehörte. 1563 wurde das Nachbarhaus Fröhlicher Mann abgeteilt und einige Jahre danach erhielt das Haus den neuen Namen Roter Apfel. Im Jahre 1606 kam ein Hinterhaus, die Goldene Birne, hinzu. Im Haus wohnten Mitglieder der Familie Mainz und Schiff, die sehr wohlhabend waren. Seit 1660 lebte hier Meier Schiff, der sehr reich war und von seinem Vermögen als Rentier leben konnte. Einige Jahre später wohnte ein Juwelier im Haus. Bei dem großen Brand von 1711 wurde das Haus zerstört und wiederaufgebaut. Im Jahre 1865 übernahm es die Stadt zum baldigen Abbruch.
1889 Neubau Börnestraße 23 (1935-1945 Großer Wollgraben 23) / Einhorngasse 1. Das Grundstück des ehemaligen Vorderhauses wurde dabei teilweise zur Verbreiterung der Straße verwendet. Grundstück des Hinterhauses lange unbebaut, ab 1904 zur Markthalle Börnestraße 17-21 (1935-1938 Großer Wollgraben 17-21) / Battonnstraße 44-46. 1938 abgebrochen, heute An der Staufenmauer 2-4 / Kurt-Schumacher-Straße 31-35 und westlich anschließender Parkplatz.