Die Frontbreite betrug ca. 2,48 Meter. Das Haus Rosenkranz wurde 1592 von Nachkommen der Familie Gelhäuser aus dem Haus Weiße Rose erbaut. Es stand auf einem kleinen Gelände, das zwischen der Gasse und der Weißen Rose lag. Es scheint ein relativ kleines Haus gewesen zu sein. Dennoch zählte es nach der Visitationsliste von 1709 18 Bewohner*innen. Diese ernährten sich vom Tuch- und Kleiderhandel. Bei den großen Bränden in der Judengasse in den Jahren 1711, 1721 und 1796 wurde das Haus Rosenkranz dreimal zerstört. Während es nach den beiden ersten Bränden wiederaufgebaut wurde, entschied man sich nach dem Brand von 1796 für eine großzügige Neugestaltung des gesamten nördlichen Gassenareals. Das Haus verschwand dabei endgültig aus dem Frankfurter Stadtbild.
Das Grundstück der Vorderhäuser Judengasse 189-194 wurde 1809 von den Brüdern Amschel Mayer Rothschild, Salomon Mayer Rothschild und Carl Mayer Rothschild erworben. Sie errichteten dort ein repräsentatives Bankgebäude in klassizistischem Stil (Haus Nr. B I). 1847 in Bornheimer Straße 16, 1885 in Börnestraße 56 umbenannt. Haupteingang und Firmenadresse: Fahrgasse 146. 1944 zerstört. Heute Konstablerwache vor Zeil 57.
Zwischen 1922 und seiner gewaltsamen Zerstörung in der Pogromnacht des 9. auf den 10. November 1938 befand sich hier das frühere Jüdische Museum.
Das Grundstück der Hinterhäuser Judengasse 186-192 wurde 1809 von Benedikt Aron May erworben und in klassizistischem Stil neu bebaut (Haus Nr. B XIV+XV); 1847 in Allerheiligenstraße 89 umbenannt; 1944 zerstört; heute Konstablerwache vor Zeil 53.