Die Frontbreite betrug ca. 3,40 Meter. Das Haus Rebstock wurde Mitte des 16. Jahrhunderts erbaut. Über seine Bewohner*innen liegen kaum Angaben vor. In den Visitationslisten werden Kleider- und Seidenhändler genannt. Auch ein Händler, der hebräische Bücher verkaufte, wird aufgeführt. Damit war vor allem der Handel mit religiösen Schriften, die zum Teil im Gottesdienst gebraucht wurden, gemeint, nicht aber jener im größeren Stil betriebene Buchhandel, der unter Frankfurter Jüdinnen und Juden damals nur selten ausgeübt wurde.
Bei den großen Bränden in der Judengasse in den Jahren 1711, 1721 und 1796 wurde das Haus Rebstock dreimal zerstört. Während es nach den beiden ersten Bränden wiederaufgebaut wurde, entschied man sich nach dem Brand von 1796 für eine großzügige Neugestaltung des gesamten nördlichen Gassenareals. Das Haus verschwand dabei endgültig aus dem Frankfurter Stadtbild.
Das Grundstück der Häuser Judengasse 16-20 wurde 1809 von Joseph Moses Rindskopf erworben und in klassizistischem Stil neu bebaut (Haus Nr. B XVIII). Das Grundstück der ehemaligen Vorderhäuser wurde dabei teilweise zur Verbreiterung der Straße verwendet. 1847 in Bornheimer Straße 13, 1885 in Börnestraße 41 umbenannt. 1944 zerstört. Neubebauung auf unverändertem Grundriss als Haus An der Staufenmauer 11.
Weitere Details zur Hausgeschichte beim Haus Judengasse 16 (Goldener Apfel).