Die Frontbreite betrug ca. 8 Meter. Das Haus Pelikan und Armbrust bestand aus drei Gebäuden, die im Laufe des 16. Jahrhunderts errichtet und im Jahre 1680 zu einem großen Gebäudekomplex zusammengelegt wurden. Es hatte ein Vorder- und Hinterhaus und erhielt den Namen Pelikan oder Hochzeitshaus; das Vorderhaus war das Hochzeitshaus und das Hinterhaus der Pelikan. Stättigkeitseinschreibungen gab es nur auf den Pelikan. Mit einer Front von fast 8 Metern gehörte dieses Gebäude zu den breitesten und schönsten Häusern der Judengasse. Direkt vor dem Haus befand sich ein Brunnen. Das Hochzeitshaus gehörte der Gemeinde und diente für Feste und Hochzeiten. Ende des 17. Jahrhunderts wohnte hier Aron Beer II., der bekannte kurpfälzische Konsul und Finanzmann. Er war Mitglied der Familie Beer auch Bär genannt, einer der reichsten jüdischen Familien jener Zeit. Auch die anderen im Haus wohnenden Familien, die Rindskopf und Reiß waren sehr wohlhabend. Bei dem großen Brand 1711 wurde das Haus zerstört und wiederaufgebaut. In die Fassade des Hauses war ein Ziehbrunnen eingebaut, einer der drei 1864 noch vorhandenen öffentlichen Brunnen in der Judengasse. Die meisten der alten Häuser der Judengasse waren damals noch nicht an das städtische Trinkwassernetz angeschlossen, so dass das Wasser an den öffentlichen Brunnen geholt werden musste. Im Jahre 1864 übernahm die Stadt die Bauten und ließ sie 1870 abbrechen.
Nach Abbruch lange unbebaut, ab 1904 Teil der Markthalle Börnestraße 17-21 (1935-1938 Großer Wollgraben 17-21) / Battonnstraße 44-46. Das Grundstück des ehemaligen Vorderhauses wurde dabei teilweise zur Verbreiterung der Straße verwendet. 1938 abgebrochen, heute An der Staufenmauer 2 / Kurt-Schumacher-Straße 31, westlich anschließender Parkplatz und Straße Kurt-Schumacher-Straße.