Haus Meise

Judengasse 71 / Battonnstraße 51

12 April 2023

Die Frontbreite betrug ca. 3,15 Meter. Das Haus Meise wurde um 1533 auf dem Gelände des südlichen Nachbarhauses Silberne Kanne erbaut. Sein Hauszeichen war eine Meise. Etwa 50 Jahre später wurde von dem Haus Meise das nördliche Nachbarhaus Goldene Stelze abgeteilt. Mit ca. 3,1 Metern Breite war es ein durchschnittlich großes Haus. Der Erstbewohner des Hauses gehörte zur Familie Bing, die aus Bingen am Rhein stammte. Im 17. und 18. Jahrhundert wohnte hier ein Zweig der Familie Maas, deren Familienname von diesem Haus herrührte. Natan Amschel Maas, ein bedeutender Frankfurter Buchhändler und sehr wohlhabender Mann, wurde in der Meise geboren. Er lebte hier bis zu seinem Umzug in den Goldenen Strauß im Jahre 1680, einem weiteren Stammhaus der Familie. Bei dem großen Brand von 1711 wurde das Haus zerstört und später wiederaufgebaut. Im Jahre 1843 wurde es von der Stadt übernommen und 1850 abgebrochen.

Nach Abbruch lange unbebaut, Vorderhaus zur Verbreiterung der Börnestraße (1935-1945 Großer Wollgraben) verwendet, Hinterhaus ab 1889 Battonnstraße 51 (Dienstwohnung des Rektors der Arnsburgerschule im ehemaligen Dominikanerkloster), 1938 abgebrochen, heute Straße Kurt-Schumacher-Straße.