Die Frontbreite des Hauses Hecht betrug mit den Hinterhäusern Barbe und Pfirsich ca. 3,41 Meter, die Frontbreite der beiden Hinterhäuser betrug zusammen ca. 4,40 Meter. Das Haus Hecht wurde 1552 von Samuel Gelhäuser erbaut. Bis 1640 kamen die beiden Hinterhäuser Barbe und Pfirsich hinzu. Samuels Nachkommen waren meist im Haus Hecht ansässig. Sie haben den Namen des Hauses als Familiennamen angenommen. In den Häusern wohnten bis zu sechs Familien gleichzeitig. Einige davon scheinen sehr wohlhabend gewesen zu sein. Sie lebten vom Handel mit Silber und vom Wechselgeschäft, aber auch vom Tuch- und Kleiderhandel.
Bei den großen Bränden in der Judengasse in den Jahren 1711, 1721 und 1796 wurde das Haus Hecht mit seinen Hinterhäusern dreimal zerstört. Während sie nach den beiden ersten Bränden wiederaufgebaut wurden, entschied man sich nach dem Brand von 1796 für eine großzügige Neugestaltung des gesamten nördlichen Gassenareals. Die Häuser verschwanden dabei endgültig aus dem Frankfurter Stadtbild.
Das Grundstück der Vorderhäuser Judengasse 181-183 (wurde 1809 von Jakob Zunz und Isaak Salomon Zunz erworben und in klassizistischem Stil neu bebaut (Haus Nr. B IV). 1847 in Bornheimer Straße 10, 1885 in Börnestraße 50 umbenannt. 1944 zerstört. Neubebauung auf stark verändertem Grundriss als Haus Zeil 53.
Das Grundstück der Hinterhäuser Judengasse 181-183 wurde 1809 von Isaak Joseph Ullmann und Isaak Daniel Stiefel erworben und in klassizistischem Stil neu bebaut (Haus Nr. B XII); 1847 in Allerheiligenstraße 85 umbenannt; 1944 zerstört; heute Konstablerwache vor Zeil 53.