Haus Goldenes Schaf

Judengasse 73 / Battonnstraße 51

12 April 2023

Das Haus Goldenes Schaf wurde 1584 vom Nachbarhaus Fisch, das später Silberne Kanne hieß, abgeteilt. Es scheint ein relativ kleines Haus gewesen zu sein, in dem meist ärmere Leute wohnten. So lebten hier Ende des 17. Jahrhunderts ein Jobwächter, d.h. Nachtwächter mit seiner Familie, sowie mehrere sogenannte Fremde, die sich ohne Stättigkeit und damit ohne Erlaubnis schon seit längerer Zeit in Frankfurt aufhielten. Ein Spielmann und eine ausdrücklich als arm bezeichnete Familie gehörten Ende des 17. Jahrhunderts ebenfalls zu den Hausbewohner*innen. Bei dem großen Brand von 1711 wurde das Haus zerstört und später wiederaufgebaut. In den Jahren 1883/84 übernahm es die Stadt zum baldigen Abbruch.

Nach Abbruch Vorderhaus zur Verbreiterung der Börnestraße (1935-1945 Großer Wollgraben) verwendet, Hinterhaus ab 1889 Battonnstraße 51 (Dienstwohnung des Rektors der Arnsburgerschule im ehemaligen Dominikanerkloster), 1938 abgebrochen, heute Straße Kurt-Schumacher-Straße, teilweise Kurt-Schumacher-Straße 10.