Die Frontbreite betrug ca. 2,10 Meter. Das Haus Goldener Spiegel ist mit Vorder- und Hinterhaus im Laufe des 17. Jahrhunderts erbaut worden. Genau lässt sich seine Entstehung nicht datieren, es taucht aber in der Baugeschichte der Judengasse erst sehr spät auf. Auch über die einzelnen Bewohner des Hauses ist näheres nicht bekannt. Im Leben der Jüdischen Gemeinde haben sie jedenfalls keine bedeutende Rolle gespielt. Für das Jahr 1709 geben die sogenannten Visitationslisten für das Haus mit seinem Hinterhaus eine sehr hohe Bewohner*innenzahl an. Etwa fünfzig Personen verteilt auf sieben Haushalte lebten hier. Dabei gehörte das Haus mit seiner Frontbreite von wenig mehr als zwei Metern eher zu den kleinen Häusern der Gasse. So war es eines der am dichtesten bewohnten.
Bei den großen Bränden in der Judengasse in den Jahren 1711, 1721 und 1796 wurde das Haus Goldener Spiegel dreimal zerstört. Während es nach den beiden ersten Bränden wiederaufgebaut wurde, entschied man sich nach dem Brand von 1796 für eine großzügige Neugestaltung des gesamten nördlichen Gassenareals. Das Haus verschwand dabei endgültig aus dem Frankfurter Stadtbild.
Das Grundstück der Vorderhäuser Judengasse 177-180 wurde 1809 von Mayer Beer Rindskopf erworben und in klassizistischem Stil neu bebaut (Haus Nr. B V). 1847 in Bornheimer Straße 8, 1885 in Börnestraße 48 umbenannt. 1864 befand sich hier das in ganz Frankfurt bekannte Kaffeehaus Goldschmidt, zu dem auch das östlich angrenzende Haus in der Allerheiligenstraße 83 gehörte. 1944 zerstört. Neubebauung auf stark verändertem Grundriss als Haus An der Staufenmauer o. Nr. (zu Zeil 53).
Das Grundstück der Hinterhäuser Judengasse 177-180 wurde 1809 von Joseph Beer Rindskopf erworben und in klassizistischem Stil neu bebaut (Haus Nr. B XI); 1847 in Allerheiligenstraße 83 umbenannt; 1944 zerstört; heute Zeil 51 / Konstablerwache.