Die Frontbreite betrug ca. 3,40 Meter. Das Haus Goldener Mörser wurde um 1630 von Mitgliedern der Familie Scheyer aus dem Nachbarhaus Goldene Scheuer erbaut. Der im Haus Goldener Mörser lebende Familienzweig nahm fortan den Namen Beyfuß an. Die Familie Beyfuß trieb bedeutende Geschäfte mit Tuch und Leinwand. Im 18. Jahrhundert wendeten sich ihre Nachkommen auch dem Geld- und Bankgeschäft zu. Sie brachten es zu Wohlstand und gehörten zum Kreis derer, die die höchste Vermögenssteuer zu bezahlen hatten. Bei den großen Bränden in der Judengasse in den Jahren 1711, 1721 und 1796 wurde das Haus Goldener Mörser dreimal zerstört. Während es nach den beiden ersten Bränden wiederaufgebaut wurde, entschied man sich nach dem Brand von 1796 für eine großzügige Neugestaltung des gesamten nördlichen Gassenareals. Das Haus verschwand dabei endgültig aus dem Frankfurter Stadtbild.
Das Grundstück der Vorderhäuser Judengasse 189-194 wurde 1809 von den Brüdern Amschel Mayer Rothschild, Salomon Mayer Rothschild und Carl Mayer Rothschild erworben. Sie errichteten dort ein repräsentatives Bankgebäude in klassizistischem Stil (Haus Nr. B I). 1847 in Bornheimer Straße 16, 1885 in Börnestraße 56 umbenannt. Haupteingang und Firmenadresse: Fahrgasse 146. 1944 zerstört. Heute Konstablerwache vor Zeil 57.
Zwischen 1922 und seiner gewaltsamen Zerstörung in der Pogromnacht des 9. auf den 10. November 1938 befand sich hier das frühere Jüdische Museum.