Haus Goldener Hut

Judengasse 76 / Börnestraße 3-15

12 April 2023

Die Frontbreite betrug ca. 2 Meter. Das Haus Goldener Hut wurde zusammen mit dem Nachbarhaus Schwarzer Rappe um 1596/97 auf einem Gelände gebaut, das zum angrenzenden Hauses Wolf gehörte. Dieser Neubau wurde mehrfach umgebaut und bestand zuletzt aus drei äußerst schmalen Häusern, die nebeneinanderstanden und jeweils nur ca. zwei Meter breit waren. Josef, der Erstbewohner des Hauses Goldener Hut, stammte aus Weilmünster. Die Bewohner*innen des Hauses waren sehr arm und gehörten teilweise zur Familie Katz. Sie waren Metzger. Der Name Katz leitet sich vom Jiddischen "Katzef" ab, was Metzger bedeutet. Zeitweise wohnte im Haus eine fremde Familie, die sich durch die auswärtige Arbeit des Mannes ernährte, sowie ein Krankenwärter. Bei dem großen Brand von 1711 wurde das Haus zerstört und danach wiederaufgebaut. Im Jahr 1846 übernahm es die Stadt zum späteren Abbruch.

Nach Abbruch lange unbebaut, Nutzung als Wagenplatz. Das Grundstück des ehemaligen Vorderhauses wurde dabei teilweise zur Verbreiterung der Straße verwendet. Ab 1911 Markthalle Börnestraße 3-15 (1935-1938 Großer Wollgraben 3-15). 1938 abgebrochen. Teil des Vorderhauses heute Kurt-Schumacher-Straße 10, übriges Grundstück angrenzende Straßenfläche.