Die Frontbreite betrug ca. 2,75 Meter. Das Haus Goldener Anker erhielt erst im Jahr 1702 diesen Namen, vorher hieß es Gutruf oder Gutteruff. Ein Gutteruff ist ein Trinkgefäß, das auf dem Hauszeichen abgebildet war. Um 1560 war das ursprünglich große Haus von Gottschalk aus Durlach erbaut worden. 35 Jahre später wurde es durch zwei Neubauten ersetzt, dem Gutruf und dem Nachbarhaus Trichter. Im 16. und 17. Jahrhundert wohnten die wohlhabenden Familien Durlach, Mainz und die aus Fürth stammende und deshalb so genannte Familie Fürth in diesem Haus und teilweise auch im Nebenhaus Trichter. Für das Jahr 1694 verzeichnet die Visitationsliste zwei Familien, von denen eine mit dem Luxusartikel "Schnüre", das sind Zierbänder, und die andere mit Juwelen handelte. In einer Familie lebte ein verwitweter Sohn, der Schreiber an der Fleischschirn war. Bei dem großen Brand von 1711 wurde das Haus zerstört und wiederaufgebaut. 1863 übernahm es die Stadt zum baldigen Abbruch.
1889 Neubau Börnestraße 23 (1935-1945 Großer Wollgraben 23) / Einhorngasse 1. Das Grundstück des ehemaligen Vorderhauses wurde dabei teilweise zur Verbreiterung der Straße verwendet. Grundstück des Hinterhauses lange unbebaut, ab 1904 zur Markthalle Börnestraße 17-21 (1935-1938 Großer Wollgraben 17-21) / Battonnstraße 44-46. 1938 abgebrochen, heute An der Staufenmauer 2-4 / Kurt-Schumacher-Straße 31-35 und westlich anschließender Parkplatz.