Die Frontbreite betrug ca. 6 Meter. Das Haus Goldene Scheuer wurde im Jahre 1533 von Wolf Auerbach aus Schwalbach erbaut. An der Stelle des Hauses stand zuvor eine Scheune, die zum Haus Weiße Rose gehörte. Daher hatte das Haus Goldene Scheuer seinen Hausnamen, sein Hauszeichen selbst stellte eine Scheune dar. Schließlich nahm auch eine der späteren dort lebenden Familien den Namen des Hauses als Familiennamen an. Mit ca. 6 Metern hatte das Haus eine relativ breite Straßenfront. Dem Historiker Alexander Dietz zufolge soll es eines der schönsten und größten Häuser in der Judengasse gewesen sein. Nach hinten hatte es allerdings sehr viel weniger Raum als andere Häuser, da sein Grundstück dort von dem nicht zum Ghetto gehörenden Haus des Ratsherrn Hartmann, das ins Gassenareal hineinragte, eng begrenzt wurde.
Bei den großen Bränden in der Judengasse in den Jahren 1711, 1721 und 1796 wurde das Haus Goldene Scheuer dreimal zerstört. Während es nach den beiden ersten Bränden wiederaufgebaut wurde, entschied man sich nach dem Brand von 1796 für eine großzügige Neugestaltung des gesamten nördlichen Gassenareals. Das Haus verschwand dabei endgültig aus dem Frankfurter Stadtbild.
Das Grundstück der Vorderhäuser Judengasse 189-194 wurde 1809 von den Brüdern Amschel Mayer Rothschild, Salomon Mayer Rothschild und Carl Mayer Rothschild erworben. Sie errichteten dort ein repräsentatives Bankgebäude in klassizistischem Stil (Haus Nr. B I). 1847 in Bornheimer Straße 16, 1885 in Börnestraße 56 umbenannt. Haupteingang und Firmenadresse: Fahrgasse 146. 1944 zerstört. Heute Konstablerwache vor Zeil 57.
Zwischen 1922 und seiner gewaltsamen Zerstörung in der Pogromnacht des 9. auf den 10. November 1938 befand sich hier das frühere Jüdische Museum.