Haus Goldene Rose

Judengasse 185

12 April 2023

Die Frontbreite betrug ca. 2,10 Meter. Das Haus Goldene Rose wurde 1561 erbaut. Die weitverzweigten Familien Schuster-Öttingen und Fuld waren seine hauptsächlichen Bewohner*innen. Beide gehörten zum Kreis der wohlhabenden Frankfurter jüdischen Familien. Sie betätigten sich in den verschiedenen Branchen des Warenhandels, des Geld- und des Wechselgeschäfts. Insbesondere von Samuel Meyer Fuld ist überliefert, dass er zusammen mit seinem Bruder Wolf aus dem Haus Holunderbaum eine bedeutende Warenhandlung in Räumlichkeiten außerhalb der Judengasse betrieben hat.

Bei den großen Bränden in der Judengasse in den Jahren 1711, 1721 und 1796 wurde das Haus Goldene Rose dreimal zerstört. Während es nach den beiden ersten Bränden wiederaufgebaut wurde, entschied man sich nach dem Brand von 1796 für eine großzügige Neugestaltung des gesamten nördlichen Gassenareals. Das Haus verschwand dabei endgültig aus dem Frankfurter Stadtbild.

Das Grundstück der Vorderhäuser Judengasse 184-185 wurde 1809 von Löb Herz Mainz und Michael Moses Flörsheim erworben und in klassizistischem Stil neu bebaut (Haus Nr. B III). 1847 in Bornheimer Straße 12, 1885 in Börnestraße 52 umbenannt. 1944 zerstört. Neubebauung auf stark verändertem Grundriss als Haus Zeil 53.

Das Grundstück der Hinterhäuser Judengasse 184-185 wurde 1809 von Isaak Hirsch Strauß erworben und in klassizistischem Stil neu bebaut (Haus Nr. B XIII); 1847 in Allerheiligenstraße 87 umbenannt; 1944 zerstört; heute Konstablerwache vor Zeil 53.