Die Frontbreite betrug ca. 4,55 Meter. Das Haus Goldene Kanne wurde 1593 erbaut. Bewohnt wurde es vor allem von den beiden reichen und mächtigen Familien Kann und Stern. Beide Familien waren eng miteinander verwandt. Sie bewohnten teilweise auch die Nachbarhäuser (Weiße) Kanne und Weißer Stern, mit denen das Haus Goldene Kanne auch baugeschichtlich durch Gelände- und Hausabspaltung verbunden war. Sie erzielten vor allem im Wechsel- und Geldgeschäft große Erfolge.
Bei den großen Bränden in der Judengasse in den Jahren 1711, 1721 und 1796 wurde das Haus Goldene Kanne dreimal zerstört. Während es nach den beiden ersten Bränden wiederaufgebaut wurde, entschied man sich nach dem Brand von 1796 für eine großzügige Neugestaltung des gesamten nördlichen Gassenareals. Das Haus verschwand dabei endgültig aus dem Frankfurter Stadtbild.
Das Grundstück der Vorderhäuser Judengasse 169-173 wurde 1809 von Hayum Schuster erworben und in klassizistischem Stil neu bebaut (Haus Nr. B VII). 1847 in Bornheimer Straße 4, 1885 in Börnestraße 44 umbenannt; 1944 zerstört. Neubebauung auf verändertem Grundriss als Haus An der Staufenmauer 14.
Das Grundstück der Hinterhäuser Judengasse 172-173 wurde 1809 von Mayer Salomon Goldschmidt erworben und in klassizistischem Stil neu bebaut (Haus Nr. B IX); 1847 in Allerheiligenstraße 79 umbenannt; 1944 zerstört; heute Kurt-Schumacher-Straße 45 / Zeil 51.