Die Frontbreite betrug ca. 1,90 Meter. Das Haus Bisemknopf wurde 1594/95 vom Roten Hahn abgetrennt. Ein Bisemknopf war eine Verschlussvorrichtung, an deren Stelle man später Riegel verwendete. Mit 1,90 Metern Frontbreite gehörte das Haus zu den schmalsten der Judengasse. Dort wohnte unter anderem die Familie Hahn, die auch in den beiden Nachbarhäusern Rote Rose und Roter Hahn ansässig war. Im 18. Jahrhundert diente das Haus der Familie Adler, auch Schwarzadler, als Wohnung.
Bei den großen Bränden in der Judengasse in den Jahren 1711, 1721 und 1796 wurde das Haus Bisemknopf dreimal zerstört. Während es nach den beiden ersten Bränden wiederaufgebaut wurde, entschied man sich nach dem Brand von 1796 für eine großzügige Neugestaltung des gesamten nördlichen Gassenareals. Das Haus verschwand dabei endgültig aus dem Frankfurter Stadtbild.
Das Grundstück der Vorderhäuser Judengasse 174-176 wurde 1809 von Seligmann Langenbach und Süßkind Hirschhorn erworben und in klassizistischem Stil neu bebaut (Haus Nr. B VI). 1847 in Bornheimer Straße 6, 1885 in Börnestraße 46 umbenannt. 1944 zerstört. Neubebauung auf stark verändertem Grundriss als Haus An der Staufenmauer o. Nr. (zu Zeil 53).
Das Grundstück der Hinterhäuser Judengasse 174-176 wurde 1809 ebenfalls von Seligmann Langenbach und Süßkind Hirschhorn erworben und in klassizistischem Stil neu bebaut (Haus Nr. B X); 1847 in Allerheiligenstraße 81 umbenannt; 1944 zerstört; heute Zeil 51.