Die Frontbreite betrug ca. 3,8 Meter. Das Haus Büchse wurde um das Jahr 1560 für Salomon, Sohn des jüdischen Arztes Mendl Salomon aus Breitungen, gebaut. Das Hauszeichen stellte eine Schusswaffe und keine Sammelbüchse dar, was der eigentlichen Bedeutung des Wortes "Biks" auf jiddisch entsprochen hätte. Bis um 1630 bewohnten Mitglieder der bekannten Arztfamilie Aschaffenburg das Haus, darunter auch Männle zur Büchse. Dieser war um 1590 Teilhaber einer Handelsgesellschaft und zählte zu den höchstbesteuerten Bewohner*innen der Judengasse. Ende des 17. Jahrhunderts wohnten zwei Familien im Haus, von denen eine mit Wolle, die andere mit Juwelen handelte. Bei dem großen Brand von 1711 wurde das Haus zerstört und wiederaufgebaut. Im Jahre 1883 ging das Haus in den Besitz der Stadt über und wurde 1889 abgerissen.
Nach Abbruch lange unbebaut, ab 1904 Teil der Markthalle Börnestraße 17-21 (1935-1938 Großer Wollgraben 17-21) / Battonnstraße 44-46. Das Grundstück des ehemaligen Vorderhauses wurde dabei teilweise zur Verbreiterung der Straße verwendet. 1938 abgebrochen, heute An der Staufenmauer 2 / Kurt-Schumacher-Straße 31, westlich anschließender Parkplatz und Straße Kurt-Schumacher-Straße.